Was ist Prüfungsangst?

Innerhalb meiner Tätigkeit als psychotherapeutischer Heilpraktiker und Mentalcoach beschäftige ich mich bereits seit Jahren mit dem Thema Ängste und Phobien.

Bevor ich Ihnen im unten angehängten Link einige Tips zum Umgang mit Prüfungsangst gebe, möchte ich kurz auf den allgemeinen Begriff Angst eingehen. Selbstverständlich ist diese Thematik weitaus komplexer und umfangreicher, als nachfolgend beschrieben. Nachstehende Beschreibung soll Ihnen lediglich einen kurzen Einblick verschaffen.

Was ist also Angst?

Angst und Furcht sind Emotionen, die bei einer Bedrohung auftreten. Hierbei spielt es jedoch keine Rolle und das ist die Krux, ob es sich um eine reale, tatschächlich existenzbedrohende Gefahr oder eine fiktive, im Unterbewusstsein manifestierte Bedrohung handelt.

Das heißt, auch bei vermeintlich harmlosen Situationen spult unser Unterbewusstsein die gleichen Angstsymptome ab, als wenn es um unser nacktes Überleben ginge.  

Primär dient uns Angst als Schutzfunktion und ist somit erstmal ein wichtiges Warnsystem, um uns vor Gefahren zu schützen bzw. uns gefährlichen Situationen rechtzeitig zu entziehen.

Angst setzt unser gesamtes vegetative Nervensystem in Alarmbereitschaft, um uns auf Kampf, Flucht oder die passive Vermeidung der bedrohlichen Situation (tot stellen) vorzubereiten.

Die körperlichen Symptome der Angst sind neben individuellen Besonderheiten vor allem:

  • Herzklopfen
  • Anstieg des Blutdrucks
  • schnelle Atmung bis hin zur Atemnot
  • trockener Mund
  • veränderte Mimik
  • Blässe oder Erröten
  • Schwitzen
  • Zittern
  • Schwäche
  • Schwindelgefühl
  • Durchfall
  • Harndrang
  • Übelkeit
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Ohnmacht

Verantwortlich für diese Reaktionen ist unser willkürliches Nervensystem (Symphaticus).

Welchen Sinn haben nun diese Aktivierungsmuster?

Zum einen stellen sie zum Kampf oder Flucht notwendige Ressourcen zur Verfügung, zum anderen Lösen sie in uns eine Lähmung (Schreckstarre) aus, um sich für den „tödlichen Feind“ unsichtbar zu machen.

Diese Beschreibung erhebt keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit. Dies soll auch hier nicht das Ziel sein. Mir geht es primär darum, Ihnen kurz und knapp zu verdeutlichen, warum wir uns überhaupt mit Ängsten herumschlagen müssen.

Angst ist also nichts anderes als ein inneres Notprogramm, welches uns auf Gefahrensituationen vorbereitet, um ihr mit Kampf, Flucht oder Totstellen zu begegnen.

Als wir Menschen uns noch gegen Säbelzahntiger und anderen lebensbedrohenden Feinden erwehren mussten, war Angst ein durchaus wichtige Überlebensintrument.

Heutzutage heißen unsere „Säbelzahntiger“:

  • Prüfungen
  • der Job
  • permanenter Leistungsnachweis
  • oder schlicht eine Bewertung durch die unsere Umwelt.

Irgendwann haben wir gelernt, dass diese Situationen für uns gefährlich sind und haben dies tief in unserem Unterbewusstsein verankert.

Auch wenn diese vermeintlichen Gefahren nicht existenzbedrohend sind, veranlassen sie unseren Organismus trotzdem dazu, die Notprogramme der Angst zu aktivieren, sodass es zum berühmt, berüchtigten Blackout kommt, der uns vielleicht schon so manche gut Chance im Leben verdorben hat.

Die gute Nachricht:

Diese Blackouts können Sie mit ein paar kleinen Tricks vermeiden.

Tips zum Umgang mit Prüfungsangst